Ruth und Hans Ullrich
Aus der Stube in die Welt – Tätowier-Kultur in der Mitte des 20. Jahrhunderts

„Nebenberuflich ein bekannter Tätowierer“, steht auf einer unscheinbaren Meldekarte des Ordnungsamtes Bielefeld. Dieser Hinweis führt zu zwei historisch bedeutsamen Personen der deutschen Tätowier- Geschichte.
Die Biografie zu Ruth und Hans Ullrich ist als Fragment der Zeitgeschichte von Interesse, da sie vor dem Hintergrund der zeitgenössischen Rahmenbedingungen, mit denen sie sich Mitte des 20. Jahrhunderts auseinandersetzen mussten, auch Teil der Tätowier-Szene ist.
Bislang gab es nur eine verschwindend kleine Menge an Informationen über Ruth und Hans Ullrich. Der Vortrag stellt somit die erste wissenschaftliche Untersuchung dieser Persönlichkeiten in der Geschichte des Tätowierens dar. Die exemplarische Freundschaft zwischen Hans und der britischen Tätowiererin Jessie Knight und seine Kontakte zu den US-Amerikanern ‚Tatts‘-Thomas und Owen Jensen bietet einen Einblick in die typischen transkontinentalen und transatlantischen Netzwerke einer sich stetig globalisierenden Tätowier-Kultur, zu denen auch Ruth und Hans gehörten.
Das Buch (deutsch/englisch) zu diesen „Liebhabern der blauen Kunst“ ist bereits erschienen und wird als Begleitmaterial zum Vortrag angeboten.
by: Manfred Kohrs
Slot 12 : Sa. 14:00-15:30 Uhr
