Tätowierungen in der bildenden Kunst der 1970er und 1980er Jahre

In den 1970er- und 1980er-Jahren vollzog sich in der bildenden Kunst eine signifikante Transformation der Tattoo-Kunst. Während sie in der Gesellschaft der 1970er-Jahre vorwiegend mit Gegenkulturen wie den Hippies und Bikern assoziiert war, etablierte sie sich in der Kunst als ein radikaler Ausdruck der Selbstinszenierung. Der Fokus des Vortrags liegt auf der Analyse der künstlerischen Praxis der beiden Protagonisten Valie Export und Timm Ulrichs.

Timm Ulrichs nutzt die Tätowierung, um existenzielle Fragen der Sterblichkeit zu verhandeln, während Valie Export sie als radikale Patriarchatskritik einsetzt. Export demonstriert, dass der weibliche Körper in unserer Kultur seit jeher durch soziale Normen geprägt und konstruiert wurde.

by: Manfred Kohrs & Ole Wittmann
Slot 7 : Fr. 14:00-15:30 Uhr