Einführung in die Psychopathologie für Piercer und Tätowierer

Einen Menschen das Wort „Freak“ auf die Stirn zu tätowieren, wenn sich später herausstellt, dass der Mann mitten in einem schizophrenen Schub und damit gar nicht einwilligungsfähig war, kann unangenehme juristische Konsequenzen nach sich ziehen. Auf der anderen Seite können Piercings und Tattoos geradezu psychotherapeutische Auswirkungen haben. Sie erhöhen das Selbstbewusstsein bei neurotischen Patienten, reduzieren selbstverletzendes Verhalten bei Borderline-Betroffenen und helfen traumatische Lebenserfahrungen zu verarbeiten. Wie aber erkennt man Schizophrenie, Neurosen, Persönlichkeitsstörungen & Co?

Der Vortrag gibt eine kompakte Übersicht über Kategorien psychopathologischer Erkrankungen, und die wichtigsten Symptome psychischer Störungen nach der „International Classification of Diseases“ (ICD-10 GM). Außerdem werden zu jeder der Störungsgruppe psychiatrischer Erkrankungen Ratschläge gegeben, wann man vorbehaltlos piercen/tätowieren kann, wann es für den Kunden sogar hilfreich ist und welche Patienten man besser ganz schnell zum Facharzt schicken sollte.

Dozent: Prof. Dr. Erich Kasten
Dauer:
Sprache: Deutsch